Sarah`s travels
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Australien hat mich wieder

19.01. – 21.02.11: Ein weiterer Monat Australien – zigtausende Kilometer zurückgelegt mit Flugzeug, Schiff, Bus und Auto. 4 Bundesstaaten, unendliche Weiten, sonnige Städte, chillige Küstenorte, düsterer Urwald, einheimische Tiere -

warmherzige Locals, kühles Bier – ein Wechselbad der Gefühle …

…All das macht den besonderen Reiz Australiens aus. Eine unvergleichliche Vielfalt. Die Kontraste zwischen dem modernen Leben in den großen Metropolen, den vielfältigen Landschaften des Landes und der uralten Natur- und Menschheitsgeschichte. Die außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt, Felsmalereien, die Farbenpracht des Outbacks, der tropische Norden, der raue Süden … AUSTRALIEN HAT MICH WIEDER. Ich liebe dieses Land, und zwar von Kopf bis Fuß.

Diesmal: Wild-dramatische Kueste und einzigartiges Tierleben – Kangaroo Island.

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Mit der Fähre ging es früh morgens für drei Nächte rüber auf die drittgrößte Insel Australiens. Ein weitgehend unberührtes Naturparadies ca. 110 km südwestlich von Adelaide, wo die nach Australien eingeschleppten Hasen, Dingos und Füchse bisher nicht haben vordringen können, so dass sich hier Tiere und Pflanzen ungestört in ihrem natürlichen Lebensraum erhalten haben. Auf dem Festland ausgestorbene Tiere wie das Tamar Wallaby haben hier überlebt. Und das Highlight? Die zu hunderten am Strand von Seal Bay liegenden Seelöwen. Stundenlang schauten wir ihnen zu: wie sie faul am Strand rumlagen, rum trollten oder eine Welle nach der anderen surften. Fantastisch! So süß! MItnehmen!

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Am nächsten Tag besuchten wir den Flinders Chase National Park an der Westküste der Insel und sahen viele Koalas in Baumkronen dösen; die kleinen Tamar Wallabies, große Riesenkangaroos und hässliche Emus, alle um uns herum. Zum Sonnenuntergang ging es zu der bekannten Felsformation – die Remakable Rocks und zum Cape de Couedic mit der offenen Höhle zum Meer hinaus … The Admirals Arch, das bei Sonnenuntergang in allen möglichen rot-gold Tönen zu leuchten beginnt. Traumhaft schön.  Zwei heiße Tage, drei kühle Nächte und es ging zurück aufs Festland…

Raus aus den Wanderschuhen – rein in die Pumps – zwei Wochen Citylife across Australia, beginnend in Adelaide, South Australia, weiter nach Melbourne, Victoria bis hoch nach Brisbane, Queensland.

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Auf den ersten Blick ähneln sich alle drei Städte mit ihren modernen Hochbauten und dazwischen liegenden alten palastartigen Gebäuden, kleinen Zuckerhäuschen, liebevoll gepflegten Parkanlagen sowie kosmopolitischem Straßenleben, quirlig und doch, wenn nicht sogar deshalb gemütlich. Auf den zweiten Blick hat jede einzelne Stadt eine ganz besondere Ausstrahlung. Melbourne ist die „europäischste“  der drei, mit einer vielfältigen Kultur-, Kunst- und Musikszene, vielen kleinen versteckten Gassen, in denen sich eine originelle Bar nach der anderen reiht. Hier verbrachte ich 5 Tage bei einer Freundin aus Köln. Wir feierten zusammen den großen Australia Day und schauten uns die Australian Open am  Federation Square an. In Melbourne ist einfach an jeder Ecke was los. Multi Kulti wohin das Auge reicht – langweilig wird es einem hier gewiss nicht. Nicht umsonst steht hier auf den Nummernschilder „Victoria – the place to be“.

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MIt dem Flugzeug ging es weiter nach Brisbane im Bundesstaat Queensland, The Sunnystate, das Ferienparadies Australiens. Alles und jeder hier scheint relaxed zu sein, easy going, no worries – alles ist so wunderbar laaaaaangsam. Ob das an der erdrückenden Hitze liegt? Ich traf mich mit alten australischen Freunden wieder, lernte neue dazu kennen, gleichte mich an das Tempo der Queenslander an und genoss einfach ein paar entspannte Tage quer durch Brissi….

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Surf, Drugs and Rock n Roll – the Hippies on Tour…

Roadtrip entlang der Goldcoast nach Byron Bay – der östlichste Punkt Australiens,wo die Sonne als erstes aufgeht – und zurück über das Hinterland hoch zur Sunshinecoast. Das ist unser Plan für die nächsten 12 Tage. That‘s Jana, me and our lovely Hippie Camper. We are free and can go where ever we want! :) Loooooove it!

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Es ist ein buntes Leben, das hier an der Küste südlich und nördlich von Brisbane geführt wird. Der Tag richtet sich nach den Wellen. Vor der Arbeit – let‘s go surfing, während der Arbeit – let‘s go surfing, nach der Arbeit let‘s go for a surf … and after? Having BBQ on the Beach.

Man merkt den Menschen ihre Leichtlebigkeit förmlich an – dieses in den Tag hinein Leben. Es fiel uns nicht allzu schwer uns anzupassen. Gemütlich kutschierten wir von einem kleinen Ort zum nächsten, entlang der Küste , durch Dschungel, bis hin zum Mekka der Alternativkultur Byron Bay. Hier entspannten wir für ein paar Tage im „hier und Jetzt“. Das einzige, was uns aus der Ruhe bringen konnte, ist die Schlafparkplatzsuche: Wird man von einem Ranger erwischt drohen einem hohe Geldstrafen fürs WIldcampen. Aber wir wurden bis zum Ende nicht erwischt – sleeping for free all the time…. Duschen und Strom gab es in allen öffentlichen Toiletten entlang des Weges. Perfekt!

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Tucki Tucki oder Uki? Nein! Bei strömenden Regen, Dunkelheit und mit nur einem Meter Sicht ging die Fahrt durch tiefstes Hinterland über Lismore nach Nimbim, das Zentrum alternativen Lebens. Ein Hippiedorf vom feinsten – Drogen gleich legal!

Es war so schrecklich unheimlich, überall Geräusche, hier und da ein paar Verrückte auf den Straßen. So strange! Uns war klar, dass, würden wir hier bleiben, die Chancen morgen nicht mehr aufzuwachen nicht gering seien. Und so ging es schwups weiter. Immer tiefer und höher in die Berge, der Nebel immer dichter. In unseren Köpfen die reinsten Horror Geschichten. Wo sollten wir nur hin für die Nacht???

Da kam uns das kleine Dorf The Shannon wie gerufen. Na ja, eher noch das kleinste Übel, „Jana, schließ gut ab!“

…am nächsten morgen wachten wir auf, nichts passiert. Bloß weg hier!

Noosa ein kleiner Ort an der Sunshinecoast ähnelt vom Lifestyle im wesentlichen Byron Bay. Alles ist etwas moderner und die Leute scheinen reich. Wir verbrachten ein paar weitere Tage dort, gingen aus und machten Wanderungen durch den National Park. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde. Aber genug Küste – wir wollen ins Country! Ab die Post… Tiefe Täler und Schluchten, wellige Lanschaft, seltsam geformte Felsen, Überreste ehemaliger Vulkane, kleine Ortschaften aus dem 18. Jhdt., oder so sah es zumindest dort aus, Country Pubs – willkommen in den Glashouse Mountains! Unser letzter Stop. Sagenhaft schön. Und ein toller letzter Abend im Maleny Pub! Nein, was hatten wir einen Spaß.

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Jetzt heißt es zurück nach Brisbane, Wir wollen unseren Hippie nicht abgeben. Er war unser zu Hause, er gab uns jeden Abend einen sicheren Schlafplatz und ein trockenes Plätzchen an nassen Regentagen, er kutschierte uns samt Gepäck an jeden gewünschten Ort… wir kochten in ihm, wir chillten in ihm, wir lachten und weinten in ihm, er war unser zu Hause…. und jetzt muss er weg. :(

Ich bin mal wieder hin und weg von dieser Stadt! Jeder einzelner Winkel macht mich glücklich. Sonniges warmes Wetter, ein Lächeln hier, ein Lächeln da. Smalltalk an jeder Ecke. Großstadtflair und Strandleben. Bunt – lebendig und schillernd. Das ist meine Stadt. Das ist Sydney! Hier verbringe ich meine letzten fünf Tage in Australien in meinem Lieblingsviertel Kings Cross. Es gibt so viel zu sehen und zu erkunden. Ein 24-Stunden-Tag reicht da nicht aus.

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Montag morgen. Ich mache mich auf den Weg zum Flughafen. Ziel ist Neuseeland. Bin traurig, aber ich weiß, bald werde ich wieder hier sein…jipi!

2 Comments

  1. ulla lentz
    4. März 2011 - Antworten

    hallole, schön zu lesen, schön zu schauen, mit wechselnden Gefühlen nach zu empfingen – mum

  2. ulla lentz
    19. März 2011 - Antworten

    Bin grade mit Dir durch Sydney gegangen – “Sydney bei Nacht” – wunderschön

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